Von Norman Liebold geschrieben am: 30.10.2011 unter Autorengefasel, Dichterbrand
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![]() Cover Dichterbrand Im Buch finden sie jetzt immer abwechselnd eine Zeichnung von Katharina und mir. Ihre sind in Pastell auf Din A2 gearbeitet, meine – natürlich – als Tuschezeichnungen. Die Pastellarbeiten zeigen Quirin Hundtemanns Blickwinkel, während ich den Blick auf Quirin lenke und ihn selber zeige. Wobei die letzte meiner Zeichnungen eine Ausnahme darstellt, zeigt sie doch nicht Quirin, sondern Richard Recknagel. Der Roman spielt mit Identitäten: der Literatur-Magister untersucht den Fall des Schriftstellers, der auf dem Wohnwagenplatz verbrannt ist, und unschwer läßt sich das Augenzwinkern übersehen. Der Dichterbrand entstand kurz nach meinem Magisterabschluss in verschiedenen literarischen Studienfächern und ich Schriftsteller lebte während des Magisters und die vier Jahre darauf auf ebendiesem Wohnwagenplatz. Auch Katharina spielt in ihrer letzten Zeichnung mit dieser im Roman versteckten Ironie, dass ich selbst meine eigene Verbrennung aufkläre: Wenn Sie sich die 5. Zeicnhnung von Katharinas Hand ansehen, werden Sie feststellen, dass auf dem Bucheinband des “Dichterbrand” nicht “Michael Recknagel” oder “Richard Beckmann” steht, sondern “Norman Liebold”. Die Erstellung der Illustrationen hat sehr viel Freude gemacht. Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei meiner Partnerin bedanken, die für mich eine Reihe von Photos machte, mit Hilfe derer ich die Faltenwurf und die eine oder andere Schwierigkeit in kuriosen Körperhaltungen studieren konnte. Die Shootings haben ausgesprochen viel Spaß gemacht! Hier für Sie die Zeichnungen: |
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[Norman Liebold,
30.10.2011 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 10.02.2008 unter Dichterbrand
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[Dieser Artikel ist der 6. von 7 Teilen in der Reihe Hintergrund Dichterbrand]
*DICHTERBRAND* Das Spiel mit der intentio auctorisIn der Neugermanistik wird nach wie vor eifrig diskutiert, ob es so etwas gebe wie die intentio auctoris, und insbesondere die neueren und insbesondere dekonstruktivistischen Ansätze klammern sie weitestgehend aus, bis dahin, den „Tod des Autors” zu konstatieren. Als Autor habe ich natürlich etwas dagegen, aus dem Textverständnis ausgeklammert zu werden, auch wenn ich diese Ansätze durchaus interessant finde, insbesondere, soweit es die wissenschaftliche Interpretation von literarischen Texten geht. Trotzdem ich natürlich durchaus im „Dichterbrand” mit den Konzepten von intentio auctoris et operis spiele1, bin ich mir doch einigermaßen sicher, dass ich soetwas wie eine Intention hatte.
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[Norman Liebold,
10.02.2008 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 10.02.2008 unter Dichterbrand, Hintergründe
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[Dieser Artikel ist der 5. von 7 Teilen in der Reihe Hintergrund Dichterbrand]
Am 19.09.2007 vermerkte ich in der Fußnote zur geraden abgeschlossenen Szene mit Gay Einzahn und Joy Blauauge: „Das Erscheinen des Rufmords schätze ich auf Mitte Oktober, Anfang November. [...] Das Romänchen dürfte etwas um die 80 Seiten haben [...]” (Zum Post springen >>>) Das waren zwei Wochen, nachdem ich mit dem Schreiben begonnen hatte. |
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[Norman Liebold,
10.02.2008 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 10.02.2008 unter Dichterbrand, Hintergründe
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[Dieser Artikel ist der 4. von 7 Teilen in der Reihe Hintergrund Dichterbrand]
Ich kann nicht leugnen, dass es mir Freude macht, diejenigen Assoziationen und aufgerufenen Paratexte, die ein von mir bearbeiteter Stoff berührt und im Leser möglicherweise wachruft, auch direkt in den Text mit einzubeziehen und mit dem Geflecht, das sich intertextuell daraus ergibt, auf selbstgefällig intellektuelle Art herumzuspielen [Zum Rest des Beitrages! »] |
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[Norman Liebold,
10.02.2008 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 10.02.2008 unter Dichterbrand, Hintergründe
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[Dieser Artikel ist der 3. von 7 Teilen in der Reihe Hintergrund Dichterbrand]
Spätestens, seit der Generalanzeiger am 18. Januar 2008 über den seltsamen tintenfuchsenden Kauz im Siebengebirge berichtete [Artikel lesen >>>], der in einem Wohnwagen lebend einen Krimi schreibt, bei dem ein seltsamer tintenfuchsender Kauz im Siebengebirge, der in seinem Wohnwagen lebend Bücher schreibt, in die Luft fliegt,1 stellten sich wohl die letzten die Frage: Wie viel Autobiographie steckt da drinnen?
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[Norman Liebold,
10.02.2008 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 10.02.2008 unter Dichterbrand, Hintergründe
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[Dieser Artikel ist der 2. von 7 Teilen in der Reihe Hintergrund Dichterbrand]
Nicht nur die Tatsache, dass im „Dichterbrand” etliche Personen vorkommen, deren Inspiration1 realen Zeitgenossen zu verdanken ist, stellt inhärent die Problematik der Namensgebung auf. Der „Dichterbrand” ist das, was gerne unter „Lokalkrimi” subsumiert wird. Was ich persönlich allerdings nachgerade für Schwachfug halte, denn letzthin braucht jede Geschichte, insbesondere solche mit „realistischem Anspruch”2, eine Verortung.
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[Norman Liebold,
10.02.2008 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 10.02.2008 unter Dichterbrand, Hintergründe
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[Dieser Artikel ist der 1. von 7 Teilen in der Reihe Hintergrund Dichterbrand]
Die erste Idee zum Siebengebirgskrimi hatte ich um 2003 herum. Damals verbrachte ich mit meiner damaligen Partnerin sehr viel Zeit auf dem Wohnwagenplatz Eudenbach, wo wir uns eine Art kuscheliges Liebesnest eingerichtet hatten. Trotzdem gerade mal 20 Minuten vom Hause ihrer Eltern entfernt, hatte das Siebengebirge jedesmal den Flair eines kleinen Urlaubes: Wald, Berge, die wunderschönen, mit türkisenem Wasser gefüllten Steinbrüche zum Baden, Pilze- und Kräutersammeln… und keine nach Millimetern messende Rigips-Wand ohne jede schalldämmende Eigenschaften mit dem elterlichen Schlafzimmer auf der anderen Seite.
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[Norman Liebold,
10.02.2008 |