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[Dieser Artikel ist der 4. von 7 Teilen in der Reihe Hintergrund Dichterbrand]

Hintergrund Dichterbrand - Inhaltsverzeichnis

Dichterbrand – 1. Von der Idee zum Roman
Dichterbrand – 2. Nomen est Omen
Dichterbrand – 3. Dichtung und Wahrheit
Dichterbrand – 4. Zitatewut
Dichterbrand – 5. Ritzen und Spalten – der Schreibprozess
Dichterbrand – 6. Intentio auctoris – Wider die Dramatik
Dichterbrand – die Illustration der zweiten Auflage


Ich kann nicht leugnen, dass es mir Freude macht, diejenigen Assoziationen und aufgerufenen Paratexte, die ein von mir bearbeiteter Stoff berührt und im Leser möglicherweise wachruft, auch direkt in den Text mit einzubeziehen und mit dem Geflecht, das sich intertextuell daraus ergibt, auf selbstgefällig intellektuelle Art herumzuspielen :-D . Das habe ich schon immer gerne getan, aber erst seit der akademischen Ausbildung – insbesondere seit der Magisterarbeit – scheint sich eine gewisse eingeprügelte Verpflichtung bemerkbar zu machen, die mich zwingt, das auch transparent zu machen. Daher kommt es, dass von den 188 Seiten des „Dichterbrand“es nur 176 der eigentliche Roman, die Seiten 177-188 jedoch nichts als Endnoten sind mit den Nachweisen der tatsächlich im Text benutzten Zitate.1

Natürlich hat Quirin die nervige Angewohnheit, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit seinen Sherlock zu zitieren. Immerhin hat er seine Magisterarbeit über diesen berühmtesten aller Detektive und Begründer eines Genres geschrieben. Aber ich konnte mich nicht zurückhalten, auch innerhalb des Textes diesen Text mit einzuweben. Diese Bezüge sind zu vielfältig, um sie in Form eines Apparates nachzuweisen, und ich würde mir damit ein wenig selbst den Spaß an der Freude verderben.

Natürlich war es in zweierlei Hinsicht völlig undenkbar, insbesondere die Doyle-Zitate im Original einfließen zu lassen. Zum einen wollte ich das keinem Leser zumuten, zum anderen hätte es nicht nur den Textfluß zu sehr zerbrochen, sondern hätte vor allem da viel zu auffällig dagestanden, wo ich herumspiele, ohne dass es auffallen soll. Entsprechend wählte ich einen zitablen Text einer guten Übersetzung. Soweit vorhanden wählte ich die von Gisbert Haefs, die ich ausgesprochen gelungen finde.

Wesentlich auffälliger sind natürlich die lateinischen Zitate aus Quirins Sentenzen-Schlacht mit dem Priester von Oberpleis. Die Zitate sind jedoch (fast) vollständig im Schlagabtausch der Beiden Klugscheißer übersetzt. Die zwei unübersetzten Zitate natürlich im Anhang in der Übersetzung nachzuschlagen.

An dieser Stelle füge ich die vollständige Liste der benutzten Zitate bei, wie es sich für eine runde Hintergrundseite gehört.

Direkt zitierte Literatur

Zitateliste

(Für den Zusammenhang im Text sollten Sie natürlich das Buch vorliegen haben.)

1. „Sie [sc. die Räumlichkeiten Bakerstreet 221b] bestanden aus zwei gemütlichen Schlafzimmern und einem gemeinsamen, großen, luftigen Wohnraum, der fröhlich möbliert war und von zwei breiten Fenstern erhellt wurde.” (Doyle: Studie. S. 19) Original: “They consisted of a couple of comfortable bedrooms and a single large airy sitting-room, cheerfully furnished, and illuminated by two broad windows.” (Doyle-SH, S. 8-9f.)

2. „Keiner, der zu mir kommt, hat einen gewöhnlichen Fall. Ich bin das letzte Appellationsgericht.” (Doyle: Abenteuer, S. 126) Original: „None of those which come to me are. I am the last court of appeal.” (Doyle-SH, S. 246)

3. „Es war in den letzten Septembertagen, und mit außergewöhnlicher Wucht hatten die Äquinoktialstürme eingesetzt. Den ganzen Tag hatte der Wind gekreischt und der Regen gegen die Fenster getrommelt, so daß wir uns selbst hier im Herzen der großen, von Menschenhand gemachten Stadt London bewogen sahen, für den Augenblick unsere Sinne vom täglichen Einerlei zu erheben und die Anwesenheit jener großen, elementaren Gewalten anzuerkennen, die, wilden Tieren im Käfig gleich, den Menschen durch die Gitter seiner Zivilisation hindurch anbrüllen. (Doyle: Abenteuer, S. 124) Original: “It was in the latter days of September, and the equinoctial gales had set in with exceptional violence. All day the wind had screamed and the rain had beaten against the windows, so that even here in the heart of great, hand-made London we were forced to raise our minds for the instant from the routine of life, and to recognize the presence of those great elemental forces which shriek at mankind through the bars of his civilization, like untamed beasts in a cage.” (Doyle-Holmes, S. 245)

4. „Er [sc. Holmes] war mehr als sechs Fuß groß und so ungeheuer hager, daß er noch weit größer wirkte. Seine Augen waren scharf und durchdringend [...], und seine schmale, falkenhafte Nase verlieh ihm insgesamt den Ausdruck der Wachsamkeit und Entschloßenheit. Auch sein Kinn hatte jene Prominenz und Wucht, die den entscheidungsfreudigen Mann kennzeichnen. Unweigerlich waren seine Hände mit Tinte beschmiert und von Chemikalien befleckt [...].” (Doyle: Studie, S. 20) Original: „In height he was rather over six feet, and so excessively lean that he seemed to be considerably taller. His eyes were sharp and piercing, [...]; and his thin, hawk-like nose gave his whole expression an air of alertness and decision. His chin, too, had the prominence and squareness which mark the man of determination. His hands were invariably blotted with ink and stained with chemicals [...].” (Doyle-SH, S. 129)

5. “Mein Geist [...] rebelliert gegen den Stillstand. Man gebe mir Probleme zu lösen, man gebe mir Arbeit, man gebe mir die verworrenste Geheimschrift, die vertrackteste Analyse – da bin ich ganz in meinem Element. Dann kann ich ohne Stimulantien [sc. Kokain] auskommen. Der dumpfe Trott des Daseins jedoch erfüllt mich mit Abscheu. Ich verzehre mich nach geistigen Höhenflügen. Eben darum habe ich auch meinen eigenen speziellen Beruf gewählt – oder vielmehr geschaffen -, denn ich bin der einzige meines Zeichens auf der ganzen Welt.” (Doyle: Zeichen der Vier, S. 126) Original: “‘My mind,’ he said, ‘rebels at stagnation. Give me problems, give me work, give me the most abstruse cryptogram, or the most intricate analysis, and I am in my own proper atmosphere. I can dispense then with artificial stimulants. But I abhor the dull routine of existence. I crave for mental exaltation. That is why I have chosen my own particular profession, or rather created it, for I am the only one in the world.” (Doyle-SH, S. 92)

6. „Was nützt es denn, Doktor, Fähigkeiten zu besitzen, wenn es kein Feld sie anzuwenden gibt? Das Verbrechen ist banal, das Dasein ist banal, und von allen möglichen Eigenschaften gelten einzig die banalen etwas auf dieser Welt.” (Doyle: Zeichen der Vier. S. 16f.) Original: “‘What is the use of having powers, Doctor, when one has no field upon which to exert them? Crime is commonplace, existence is commonplace, and no qualities save those which are commonplace have any function upon earth.’” (Doyle-SH. S. 96)

7. „Ewiges Nachdenken, Tagträume und andauerndes Pläneschieben verbraucht die emotionale Energie [...] abgesehen davon, dass auch die ganz alltägliche Leistungsfähigkeit durch solche verzehrenden Ängste stark eingeschränkt wird.” LaVey, Anton Szandor: Die satanische Bibel. Berlin 1999, S. 152

8. „Bitte, erzählen Sie mir die wesentlichen Tatsachen von Anfang an, und anschließend möchte ich Sie zu den Einzelheiten befragen, die mir als die wichtigsten erscheinen.” (Doyle: Abenteuer. S. 126) Original: “Pray give us the essential facts from the commencement, and I can afterwards question you as to those details which seem to me to be most important.” (Doyle-Holmes, S. 246)

9. „Ein Klient ist für mich nicht mehr als eine abstrakte Einheit, ein Faktor in einem Problem. Gefühlsregungen sind dem klaren Denken feind. [...]” (Doyle: Zeichen der Vier. S. 23) Original: “A client is to me a mere unit, a factor in a problem. The emotional qualities are antagonistic to clear reasoning.” (Doyle-SH, S. 100)

10. „Sie sind ein richtiger Automat, eine Rechenmaschine! [...] Zuweilen haben Sie etwas entschieden Unmenschliches an sich.” (Doyle: Zeichen der Vier. S. 23) Original: “‘You really are an automaton – a calculating machine,’ I cried. ‘There is something positively inhuman in you at times.’” (Doyle-SH. S. 100)

11. „Nebel [...] ist eine Übergangsform zwischen Wolke und Regen, und wie Du weißt, sind mir perverse Mischungen lieber als die Extreme, aus denen sie bestehen. Wenn er richtig dicht ist, bewahrt einen der Nebel davor, sinnlos in die Ferne zu schweifen, sondern öffnet einem statt dessen die Augen für das Unmittelbare, das uns allweil bedroht: die nächsten zwei Schritte und die Tücken der Heimat.” (Haefs, Gisbert: Matzbachs Nabel. München, Berlin 1993, S. 30)

12. “Its somewhat ambitious title was ‘The Book of Life,’ and it attempted to show how much an observant man might learn by an accurate and systematic examination of all that came in his way. It struck me as being a remarkable mixture of shrewdness and of absurdity. (Doyle-SH. S. 12)

13. „[...] Ich habe die Asche einer Zigarre gefunden, und meine besonderen Kenntnisse in Sachen Tabakasche machen es mir möglich, zu sagen, daß es sich um eine indische Zigarre handelt. Wie Sie wissen, habe ich diesem Thema einige Aufmerksamkeit gewidmet und eine kleine Monographie über die Asche von 140 verschiedenen Arten von Pfeifen-, Zigarren- und Zigarettentabak geschrieben. [...]” (Doyle: Abenteuer, S. 116) Original: “[...] I found the ash of a cigar, which my special knowledge of tobacco ashes enables me to pronounce as an Indian cigar. I have, as you know, devoted some attention to this, and written a little monograph on the ashes of 140 different varieties of pipe, cigar, and cigarette tobacco. [...]” (Doyle-Holmes, S. 240)

14. „Diese kalte, schneidende, ironische Stimme konnte auf der ganzen Welt nur einem Mann gehören.” (Doyle: Baskerville. S. 150) Original: “That cold, incisive, ironical voice could belong to but one man in all the world.” (Doyle-SH, S. 867)

15. „Er hat dort sogar geraucht. Ich habe die Asche einer Zigarre gefunden, und meine besonderen Kenntnisse in Sachen Tabakasche machen es mir möglich, zu sagen, dass es sich um eine indische Zigarre handelt.” (Doyle: Abenteuer. S. 116) Original: “He had even smoked there. I found the ash of a cigar, which my special knowledge of tobacco ashes enables me to pronounce as an Indian cigar.” (Doyle-Holmes, S. 240)

16. Holmes’ Stimme wurde zu einem Flüstern, als er antwortete: “Mord, Watson, abgefeimter, kaltblütiger, vorsätzlicher Mord. Fragen Sie mich nicht nach Einzelheiten.” (Doyle: Baskerville. S. 156) Original: “Holmes’s voice sank as he answered: ‘It is murder, Watson – refined, cold-blooded, deliberate murder. Do not ask me for particulars.’” (Doyle-SH, S. 871)

17. „Ich habe noch keine Tatsachen. Es ist ein schwerer Fehler, Theorien aufzustellen, bevor man Tatsachen hat. Dann fängt man unmerklich an, die Tatsachen zu verdrehen, bis sie zu den Theorien passen, statt die Theorien den Tatsachen anzupassen.” (Doyle: Abenteuer, S. 11) Original: „I have no data yet. It is a capital mistake to theorize before one has data. Insensibly one begins to twist facts to suit theories, instead of theories to suit facts.” (Doyle-Holmes, S. 179)

18. „Wie es der Frauen engelhafte Art ist, hatte sie all das Ungemach mit gefaßter Miene ertragen, solange jemand schwächerer da war, der ihren Beistand benötigte [...].” (Doyle: Zeichen der Vier. S. 65) Original: „After the angelic fashion of women, she had borne trouble with a calm face as long as there was someone weaker than herself to support,” (Doyle-SH, S. 122-123)

19. „‚Was hätte ich denn tun sollen?‘ rief ich [sc. Watson] ein wenig erhitzt. / ‚Zum nächsten Wirtshaus gehen. Das ist auf dem Lande immer das Zentrum des Klatschs. Dort hätte man Ihnen jeden Namen gesagt – vom Hausherrn bis zur Küchenmagd. [...]” (Doyle: Rückkehr. S. 110) Original: “What should I have done?« I cried, with some heat. / “Gone to the nearest public-house. That is the centre of country gossip. They would have told you every name, from the master to the scullery-maid.” (Doyle-SH, S. 619)

20. „Einer von Sherlock Holmes‘ Fehlern [...] war seine heftige Abneigung dagegen, vor ihrer Erfüllung jemandem volle Kenntnis seiner Pläne zu geben. Zum Teil lag dies sicher an seinem gebieterischen Wesen, das seine Umgebung gern beherrschte und überraschte. Zum Teil lag es auch an seiner beruflichen Vorsicht, die ihn dazu nötigte, nie Risiken einzugehen. (Doyle: Baskerville. S. 179) Original: “One of Sherlock Holmes’s defects [...] was that he was exceedingly loath to communicate his full plans to any other person until the instant of their fulfilment. Partly it came no doubt from his own masterful nature, which loved to dominate and surprise those who were around him. Partly also from his professional caution, which urged him never to take any chances. (Doyle-SH, S. 884)

21. „Er hatte eine seltsame heimlichtuerische Ader, die schon manchen dramatischen Effekt gezeitigt hatte, aber selbst seine engsten Freunde darüber im dunkeln ließ, welches seine genauen Pläne waren. Bis zum Äußersten verfolgte er den Grundsatz, daß der einzig sichere Plan der sei, den einer alleine aushecke.” (Doyle: Buch der Fälle. S. 32) Original: “There was a curious secretive streak in the man which led to many dramatic effects, but left even his closest friend guessing as to what his exact plans might be. He pushed to an extreme the axiom that the only safe plotter was he who plotted alone.” (Doyle-SH, S. 1172)

22. „Post te victurae per te quoque vivere chartae / incipiant: cineri gloria sera venit.” – Dt.: Mögen die Schriften, die bestimmt sind, nach dir zu leben, auch durch dich leben: Für die Asche kommt der Ruhm zu spät. (Martialis, Epigrammata 1. 25,8)

23. „mortuis nil nisi bene” – Dt.: Über Tote nichts als Gutes. (Chilon bei Diogenes Laertios 1,70)

24. „Mortui non mordent” – Dt.: Die Toten beißen nicht. (Erasmus, Adagia 2541)

25. “Vita homini brevis, in morte est immortalitas.” – Dt.: Der Mensch hat nur ein kurzes Leben, Unsterblichkeit gibt es nur im Tod. (Publilius Syrus, Sententiae A142)

26. “Fama post cineres maior venit.” – Dt.: Nach der Asche nimmt der Rum zu. (Ovidius, Epistulae ex Ponto 4. 16,3)

27. „[...] et tulit eloquium insolitum facundia praeceps,/ utiliumque sagax rerum et diuina future/ sortilegis non discrepuit sententia Delphis.” – Dt.: sich überschlagender Wortschwall gefiel sich in Fremdheit der Rede,/ bis dann ihr Sinn, der einst Nutzen erkannte und Zukunft voraussah,/ nicht zu scheiden mehr war von Orakeln des delphischen Gottes. (Horatius, De Poeta Liber. Vv. 217-219)

28. „Damnant, quae non intellegunt.” – Dt.: Sie verurteilen, was sie nicht verstehen. – (Quintilianus, Institutio oratoria 10. 1,26)

29. „Eppur si muove” – Dt.: Und sie bewegt sich doch. Fälschlich Galileo Galilei zugesagter Ausspruch im Angesicht der Inquisition, die eine sich um die Sonne bewegende Erde verneinte. Tatsächlich die letzten Worte von Giordano Bruno (1548-1600) auf dem Scheiterhaufen ausgerufen (17. Februar 1600).

30. „Sit verbum vox viva licet, vox mortua scriptum, / scripta diu vivunt, non ita verba diu.” – Dt.: Mag auch das Wort eine lebende Stimme sein, die Schrift eine tote, Schriften leben lange, Worte nicht so lange. (Owen, Epigrammata 3. 208)

31. „Per istam sanctam unctionem indulgeat tibi Dominus, quicquid deliquisti. Amen.” Dt.: Mit dieser heiligen Ölung möge dir der Herr alles vergeben, was du gesündigt hast. Amen. (Kirchenlatein. Formel der letzten Ölung)

32. „Requiescat in pace.” – Dt.: Er ruhe in Frieden. (Vulgata, Psalmus 4,9. Schlußformel der Totenmesse.)

33. „Acerba semper et immatura mors eorum, qui immortale aliquid parant.” – Dt.: Bitter und verfrüht ist immer der Tod derer, die etwas Unsterbliches schaffen. (Plinius minor, Epistulae 5. 5,4)

34. „Quamvis enim pulcherrimarum clade terrarum, ut populi ut urbes memorabili casu, quasi semper victurus occiderit, quamvis ipse plurima opera et mansura condiderit, multum tamen perpetuitati eius scriptorum tuorum aeternitas addet.” Dt.: „Denn wenn er [sc. Plinius der Ältere] auch bei der Verwüstung der schönsten Landschaften, wie die Bevölkerung und die Städte durch ein denkwürdiges Naturereignis den Tod gefunden hat und schon deshalb sozusagen ewig fortleben wird, wenn er auch selbst viele bleibende Werke geschaffen hat, so wird doch die Unvergänglichkeit deiner Schriften sein Fortleben wesentlich fördern.” (Plinius minor: Epistula VI, 16.)

35. „Für mich [sc. Watson] war er die vollkommenste Denk- und Beobachtungsmaschine, die die Welt je gesehen hat [...].” (Doyle: Abenteuer. S. 7) Original: „He was, I take it, the most perfect reasoning and observing machine that the world has seen [...]. (Doyle-SH, S. 177)

36. „[...] Es ist eine alte Maxime von mir, daß das, was übrig bleibt, wenn man das Unmögliche ausgeschieden hat, die Wahrheit sein muß, so unwahrscheinlich es auch scheinen mag.” (Doyle: Abenteuer, S. 320) Original: “[...] It is an old maxim of mine that when you have excluded the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth. [...]” (Doyle-SH. S. 360)

37. „Die Versuchung, aufgrund unzulänglicher Daten vorschnelle Theorien aufzustellen, ist der Fluch unseres Berufes.”(Doyle: Tal der Angst. S. 29) Original: “The temptation to form premature theories upon insufficient data is the bane of our profession.” (Doyle-SH, S. 915)

38. „Indizien sind immer eine verzwickte Sache [...] sie verweisen oft scheinbar eindeutig auf etwas, aber wenn man seine eigene Perspektive ein klein wenig verändert, stellt man möglicherweise fest, daß sie genauso unmißverständlich auf etwas ganz anderes deuten. [...]” (Holmes: Abenteuer. S. 95) Original: “Circumstantial evidence is a very tricky thing. [...] It may seem to point very straight to one thing, but if you shift your own point of view a little, you may find it pointing in an equally uncompromising manner to something entirely different. [...]” (Doyle-SH, S. 228)

39. In sollemnitate quadam cum Abbas Gevardus praedecessor huius, qui nunc est, verbum exhortationis in Capitulo ad nos faceret, et plures, maxime de conversis, dormitare, nonnullos etiam stertere conspiceret, exclamavit: Audite, fiatres, audite, rem vobis novam et magnam proponam. Rex quidam fuit, qui Artus vocabatur. Hoc dicto, non processit, sed ait: Videte, fratres, miseriam magnam. Quando locutus sum de Deo, dormitastis; mox ut verba levitatis inserui, evigilantes erectis auribus omnes auscultare coepistis. (Caesarii Heisterbacensis Dialogus miraculorum, hrsg. von Joseph Strange, 2Bd.e, Köln (u.a.) 1851, Bd. 1, S. 205) Dt.: Als Abt Gevard, der Vorgänger des jetzigen Abtes, im Kapitelsaal Worte der Mahnung in feierlicher Form an uns richtete und als er sah, daß viele, vor allem viele der Novicen, schliefen, einige auch schnarchten, rief er mit einmal aus: „Hört, Brüder, hört, ich berichte euch Neues und Großartiges. Es war einmal ein König, der hieß Artus.” Nach diesen Worten brach er ab und sprach: „Brüder, schaut dieses große Elend. Wenn ich von Gott spreche, so schlaft ihr. Sobald ich aber Worte der Leichtfertigkeit einmische, so wacht ihr auf und fangt alle an, mit gespitzten Ohren zu lauschen.”

40. „Zweiundsechzigtausendvierhundert Wiederholungen ergeben eine Wahrheit.” (Huxley, Aldous: Schöne neue Welt. Ein Roman der Zukunft. Übers. Herberth E. Herlitschka. Frankfurt 1978. S. 54)

41. „Jedermann stößt einmal an seine Grenzen, Mr. Holmes; aber das kuriert uns von der Schwäche der Selbstzufriedenheit.” (Doyle: Buch der Fälle. S. 89) Original: “Every man finds his limitations, Mr. Holmes, but at least it cures us of the weakness of self-satisfaction.” (Doyle-SH, S. 1204)

42. „[...] Es ist eine alte Maxime von mir, daß das, was übrig bleibt, wenn man das Unmögliche ausgeschieden hat, die Wahrheit sein muß, so unwahrscheinlich es auch scheinen mag.” (Holmes) (Doyle: Abenteuer, S. 320) Original: “[...] It is an old maxim of mine that when you have excluded the impossible, whatever remains, however improbable, must be the truth. [...]” (S. 360)

43. „Die Versuchung, aufgrund unzulänglicher Daten vorschnelle Theorien aufzustellen, ist der Fluch unseres Berufes. [...]” (Doyle: Tal der Angst. S. 29) Original: “The temptation to form premature theories upon insufficient data is the bane of our profession. [...]” (Doyle-SH, S. 915)

44. „Ich kannte ihn, Horatio: ein Bursche von unendlichem Humor, voll von den herrlichsten Einfällen.” (Shakespeare: Hamlet. V.1. In: ders.: Sämtliche Werke in vier Bänden. Hrsg. Anselm Schlösser. Berlin 1975. Bd. 4, S. 370) Original: „Alas, poor Yorick! I knew him, Horatio, a fellow of infinite jest, of most excellent fancy.” (Shakespeare, William: The Tragedie of Hamlet, Prince of Denmake. In: ders.: The Riverside Shakespeare, edited by G. Blakemore Evans, Boston: Houghton Mifflin, 1974. S. 1179)

45. „Ist jetzt keiner da, der sich über dein eignes Grinsen aufhielte? Alles weggeschrumpft? Nun begib dich in die Kammer der gnädigen Frau, und sage ihr, wenn sie auch einen Finger dick auflegt: so ‚n Gesicht muß sie endlich bekommen; mach‘ sie damit zu lachen!” (Shakespeare: Hamlet. V.1. In: ders.: Sämtliche Werke in vier Bänden. Hrsg. Anselm Schlösser. Berlin 1975. Bd. 4, S. 370f.)

46. „In der Regel”, sagte Holmes, „stellt sich eine Sache, je bizarrer sie zu sein scheint, als desto weniger rätselhaft heraus. (Doyle: Abenteuer S. 52) Original: „As a rule,” said Holmes, „the more bizarre a thing is the less mysterious it proves to be. (Doyle-SH, S. 204)

47. „Nichts ist trügerischer als eine offensichtliche Tatsache” (Doyle: Abenteuer. S. 95) Original: „There is nothing more deceptive than an obvious fact,” (Doyle-SH, S. 229)

48. „[...] Bis spätestens morgen bekommen Sie Nachricht, Miss Dunbar; seien Sie derweilen versichert, daß die Wolken sich bald auflösen und daß ich jeden Grund habe zu hoffen, daß das Licht der Wahrheit durchzubrechen beginnt.” (Doyle: Buch der Fälle, S. 189) Original: „[...] You will get news by to-morrow, Miss Dunbar, and meanwhile take my assurance that the clouds are lifting and that I have every hope that the light of truth is breaking through.« (Doyle-SH, S. 1258)

49. „Mir fehlen nur noch wenige Glieder in der Kette, dann ist der Fall lückenlos rekonstruiert.” (Doyle: Zeichen der Vier. S.51) Original: „[...]»it clears every instant. I only require a few missing links to have an entirely connected case.« (Doyle-SH, S. 116)

50. „Watson behauptet, ich sei ein Dramatiker des wirklichen Lebens [...] Es macht sich in mir etwas Künstlerisches bemerkbar und verlangt beharrlich nach einer guten Inszenierung. Unser Beruf, Mr. Mac, wäre doch sicherlich farblos und schäbig, wenn wir nicht manchmal die Szene entsprechend herrichteten, um unseren Erfolgen den richtigen Glanz zu verleihen. (Doyle: Tal der Angst, S. 89) Original: „Watson insists that I am the dramatist in real life. [...] Some touch of the artist wells up within me, and calls insistently for a well staged performance. Surely our profession, Mr. Mac, would be a drab and sordid one if we did not sometimes set the scene so as to glorify our results. (Doyle-SH, S. 951)

51. „Wir haben ihn, Watson, wir haben ihn, und ich wage darauf zu schwören, daß er noch vor morgen abend so hilflos in unserem Netz flattern wird wie einer seiner eigenen Schmetterlinge!” (Doyle: Baskerville. S. 171) Original: “We have him, Watson, we have him, and I dare swear that before to-morrow night he will be fluttering in our net as helpless as one of his own butterflies. (Doyle-SH, S. 879f.)

52. „Ich bin der Meinung, dass das Hirn eines Menschen ursprünglich wie eine kleine leere Dachkammer ist, die man mit dem Mobiliar versehen muss, das einem genehm ist. Ein Narr nimmt allen Plunder auf, über den er stolpert, so dass das Wissen, das ihm nützen könnte, von der übrigen Menge verdrängt oder bestenfalls von all den anderen Dingen verstellt wird.” (Doyle: Studie. S. 21f.) Original: »I consider that a man‘s brain originally is like a little empty attic, and you have to stock it with such furniture as you choose. A fool takes in all the lumber of every sort that he comes across, so that the knowledge which might be useful to him gets crowded out, or at best is jumbled up with a lot of other things [...] [Doyle-SH, S. 10)

53. „Uns reicht die Welt schon so, wie sie ist; für Geister haben wir keine Verwendung.” (Doyle: Buch der Fälle. S. 117) Original: The world is big enough for us. No ghosts need apply. (Doyle-SH, S. 1219)

54. „Acerba semper et immatura mors eorum, qui immortale aliquid parant.” – Dt. Bitter und verfrüht ist immer der Tod derer, die etwas Unsterbliches schaffen. (Plinius minor, Epistulae 5. 5,4)

55. „cum mortuis non nisi larvas luctari (Plinius maior, Naturalis historia pr. 31) – Nur Gespenster kämpfen mit den Toten.


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  1. Ich habe mich zusammengerissen und nur die offensichtlichsten ausgewiesen, nicht jede Formulierung, die ich innerlich leicht irre gackernd im Hinblick auf einen amüsanten Paratext eingeflochten habe zur Freude derjenigen, die es bemerken, aber nicht störend für die, denen es nicht auffällt. []

[Norman Liebold, 10.02.2008
Dichterbrand, Hintergründe
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Dichterbrand – 4. Zitatewut

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